Er fährt nie zweimal für die gleichen Verbrecher, lässt seinen Kunden nur fünf Minuten Zeit, ihre Tat zu begehen und trägt keine Waffe. Das ist alles was wir über den Fahrer erfahren. Denn der Fahrer hat weder einen Namen, noch eine Vergangenheit oder Zukunft.
Der Rahmen
Drive wurde bereits 2011 veröffentlicht. Kritiker feierten das Werk von Nicolas Winding Refn als neuen Kultfilm. Großartige Schauspielerische Besetzung: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston und Christina Hendricks. 98 Minuten. FSK 18. Zu Recht.
Die Handlung
In Drive geht es natürlich um einen Driver. In diesem Falle Mechaniker, Stuntfahrer und Fluchtwagenfahrer (Ryan Gosling). Der Film beginnt mir einer Verfolgungsjagd, aber keiner der James-Bond- viel Raserei-viel Blechschaden-viel Überschlag- Verfolgungsjagden. Mit viel Witz und Charme und in vielen Close-Ups trickst der Fahrer die Polizei aus.
Bald lernt der Fahrer, der außer seinem Boss kaum einen sozialen Kontakt zu pflegen scheint und dessen gesamter Lebensinhalt aus "Fahren" besteht seine Nachbarin kennen (Carey Mulligan). Zuneigung und gegenseitiges Interesse ist vorhanden. Romanze ? Fehlanzeige.
Stattdessen hilft der Fahrer dem frisch aus der Haft entlassenen Mann seiner "Geliebten" ein Geschäft zu überfallen, der Mann wird erschossen. und dann beginnt das ganze schöne routinierte Leben des Fahrers langsam zu zerbrechen. Wurde er vorher nur auf der Straße gejagt, da wo er "der Fahrer" sich so gut auskannte, sieht er sich jetzt in der Situation des Gejagten. Profikiller um Profikiller haben es auf ihn abgesehen, sein Boss hängt auch ziemlich tief mit drin. und dann fließt Blut. ziemlich viel Blut und Hirnmasse. Nichts für zarte Gemüter
Was bleibt
Wer ist der Fahrer ? Was ist seine Geschichte? Was hat ihn zu dem gemacht, was er ist ?
Obwohl der Fahrer Dreh-und Angelpunkt des Filmes ist, wissen wir eigentlich nichts über ihn. Wir lernen ihn hauptsächlich in seiner Funktion des Fahrers kennen, in der er sich auch nur zu sehen scheint.
Doch was hat ihn zu dem gemacht, was er ist ? Wieso ist er so risikofreudig, kann ohne mit der Wimper zu zucken einen Menschen nach dem Anderen auf äußerst brutale Weise umbringen und warum schläft er nie ?
Fragen, nach deren Auflösung man sich den ganzen Film über sehnt.
Die ewig langen Fahr Sequenzen.
Ryan Gosling fährt viel, nachts und gerne in Close-Ups aufgenommen. Diese Szenen strahlen eine so ewige Ruhe aus, das ist der Wahnsinn. Schon alleine deswegen hat es sich gelohnt den Film anzusehen. Ein absolutes Muss für jeden, der Nachts gerne durch die Gegend fährt.
Insgesamt wir das Fahren an sich in "Drive" ziemlich abgefeiert.
Ein besonderes Highlight für Mad Men Fans:
Die ewig gut aussehende Christina Hendricks, im typisch amerikanischen "Gangster-Braut" Stil.
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