Mittwoch, 29. Februar 2012

Melvis almighty

Mexican Elvis- Nein, nicht die südamerikanische Kopie des King of Rock 'n' Roll, sondern DIE Band aus der bayrischen Provinz, die so ziemlich gar nichts mit ihrem prominenten Namensvetter gemein hat.



Mexican Elvis habe ich vor einigen Jahren als Vorband des großartigen Sir Simon kennengelernt.
Mit Opening-Acts ist das ja immer so eine Sache. Von den Meisten als notwendiges Übel angesehen, das letzte kleine Hindernis, das einen noch vom lang ersehnten und teuer bezahlten Auftritt der Band trennt, haben es Vorbands sehr schwer, das Publikum irgendwie zu begeistern; je bekannter die Band, desto schwerer das Los der Vorband. Oder wie es die Kilians als eingesprungener Supportact von Razorlight ausdrückten: "Hey, wir sind die Kilians. Wir wissen, ihr wollt eigentlich nur Razorlight sehen, aber wir stehen hier so oder so die nächsten 30min auf der Bühne. Also lasst uns das Beste draus machen !" 
Ich persönlich freue mich auf die Vorbands meistens genauso sehr wie auf den Hauptact, vor allem, wenn die Bands vor den Konzerten  nicht bekanntgegeben werden. Die Vorband ist wie eine Wundertüte. Der kleine Nervenkitzel vor'm Konzert: Wer wird auftreten ? Wie sind die Songs ? Enttäuschung oder gelungener Opening Act ?
Im Fall von Mexican Elvis war es große Liebe auf den ersten Ton.


Wenn man zu einem Konzert von Sir Simon geht, in ein kleines Kulturzentrum, erwartet man ruhige Akustikklänge, Melancholie oder mit anderen Worten Mexican Elvis. Aber Mexican Elvis sind auch mehr als das. Im Gegensatz zu den meisten Akustik-Acts beeindrucken die Songs von Melvis durch ihre Tiefe, die feinen Arrangements, die Vielschichtigkeit der Klänge, die lauten und die leisen Töne.
Neben der obligatorischen Akkustikgitarre, dem Klavier, Schlagzeug und Bass hört man live und vor allem auch auf ihrem Album E-Gitarren, Melodica, Trompeten, Synthesizer, ... . Ihre Musik geht direkt ins Herz, das mag auch daran liegen, dass man sich in ihren Lyrics wiederfindet: Freundschaft, Liebe, Ziele verfolgen, Scheitern, Hymnen an den Alltag, sich selbst aufzugeben...
Im Jahr 2010 wurde dann ihr erstes Album veröffentlicht : John frum Alaska.
Definitiv eines meiner absoluten Lieblingsalben. Zeitgleich wurde auch dieses schöne Video gedreht, aber seht selbst


 Mexican Elvis -Schwelgerischer Akustik-Pop at its best. Für Freunde von:


  • Bright Eyes
  • The Head and the heart
  • Sir Simon
  • Calexico






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